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Die Kokerei August Thyssen - Ein Werk mit viel Geschichte

Der erste Bauabschnitt der Kokerei August Thyssen wurde auf Anweisung von August Thyssen selbst im Jahre 1896 begonnen. Mit dem vollständigen Umbau durch Heinrich Koppers in den Jahren 1922-25 wurde die Kokerei die erste Zentralkokerei Europas mit mechanischer Kokslösch-, Sieb- und Verladeeinrichtung, sowie einer modernen Kohlenmahl- und Mischanlage. Bis zu ihrem Abbruch konnte man Reste der einstigen Transmissionsinstallation in der alten Mischanlage bewundern ebenso war die seit dieser Zeit bestehende Anordnung der schwarzen und weißen Seite weitestgehend erhalten geblieben. Ein eng gestaltetes Werk, dessen monumentales Erscheinungsbild trotz vielfacher Modernisierungsmaßnahmen an alte, längst vergangene Zeiten erinnerte. Gebäude aus rotem Backstein oder Eisenbeton, auf denen die Spuren der Zeit sichtbar waren ...

Die Kokerei August Thyssen wurde am 16. April 2003 stillgelegt. Um ca. 23.10 Uhr wurde der letzte Ofen, Ofen 49 der Batterie 6 b, leergedrückt. Nach 106 Jahren wurde die letzte Tonne Koks auf Kokerei AT produziert und ein Stück Industriegeschichte ging zu Ende. Inzwischen ist dieses Werk abgerissen.


alte Batterie 1 von Koppers

Auf der Koksseite der im Februar 1925 in Betrieb genommene Batterie I, bestehend aus 65 Koppers-Verbund-Koksöfen. Sie wurde im Mai 1955 stillgelegt. (© Die Steinkohlenbergwerke der Vereinigten Stahlwerke A.-G.: Die Schachtanlage Friedrich Thyssen 3/7 in Duisburg, Essen, 1932; Colorierung Michaela Berg)


Michaela Berg
Herten i. Westfalen
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